Gelesen im April 2019

Mein Lesemonat April war geprägt von fünf Büchern (ein sechstes habe ich angefangen), vergleichsweise wenigen Artikeln und Blog-Beiträgen – und einer großen Lücke…

Romane und Memoiren

  • Daisy Jones & The Six von Taylor Jenkins Reid: Meine Gedanken zu diesem Rock’n’Roll-Roman könnt ihr hier lesen.
  • Der Fall Collini von Ferdinand von Schirach: Diese fiktive Kriminalgeschichte, die sich um eine realen Aspekt dreht, fand ich sehr spannend. Besonders das Kapitel über die Obduktion der Leiche war beeindruckend geschildert.
  • Everybody Died, So I Got a Dog von Emily Dean: Innerhalb von drei Jahren sterben Emilys Schwester und ihre Eltern. Das veranlasst sie dazu, dazu, sich ihren lebenslangen Traum eines eigenen Hundes zu erfüllen. Bei einer so dramatischen Geschichte sind Tränen vorprogrammiert, aber die Autorin schreibt in dem unterhaltsamen, witzigen Stil, in dem sie auch ihren Podcast Walking the Dog und als Co-Moderatorin in der Frank Skinner Show auftritt.
  • Vom Ende der Einsamkeit von Benedict Wells: Ein durch und durch deprimierender Roman mit Charakteren, die mir größtenteils egal waren.
  • Kaltes Wasser von Jakob Hein: Durchaus unterhaltsam (vorallem der Teil, der in der DDR spielt), aber langwierig und ohne Klimax. Am besten hat mir die Figur „Jockel“ gefallen.

Kurzgeschichten und Essays

Jeden Sonntag lese ich eine Kurzgeschichte oder Essay. Im April waren es:

  • Porcelain and Pink von F. Scott Fitzgerald: Eine Verwechslungskomödie, die mich ziemlich kalt gelassen hat.
  • Die Sprache der Wölfe von Patrick Salmen: Diese Beobachtungsgabe des Alltäglichen gepaart mit surrealistischen Elementen hat mir sehr gut gefallen.
  • Reading Aloud von Marina Keegan: Eine sehr ungewöhnliche Erzählung. Ich bin mir nicht sicher, was sie uns sagen will.
  • Camera Obscura von Judith Hermann: Nach, ich schätze 15 Jahren, habe ich erneut versucht, eine Kurzgeschichte von Hermann zu lesen. Erneut habe ich sie vor Langeweile nach etwa der Hälfte weggelegt. Das Buch „Sommerhaus, später“ habe ich anschließend in einen öffentlichen Bücherschrank gestellt. Vielleicht können andere Leserinnen was damit anfangen.

Artikel und Blog-Beiträge

Einige Beiträge aus Online-Medien, die mich dieses Monat begeistert haben:

  • Ich bin nicht fein damit im SZ-Magazin: Nataly Bleuel beklagt die Anglizierung der deutschen Grammatik. Und spricht mir damit aus der Seele!
  • 15 schöne Orte in Deutschland, Österreich & der Schweiz – beste Reiseziele auf dem Deutschlernerblog: Eine tolle Liste „alternativer“ Urlaubsziele. Warum den Sommer nicht mal jwd in einem Liebesnest in Wolfkuckucksheim verbringen?
  • Ein ganzes halbes Klischee auf The Read Pack: Bereits im März hat Alexandra ihre Eindrücke zu „Ein ganzes halbes Jahr“ von JoJo Moyes und der Repräsentation von Menschen mit Behinderung in Literatur niedergeschrieben. „Wann hast du das letzte Mal einen Roman über eine Hauptfigur mit einer körperlichen oder geistigen Behinderung gelesen?“, fragt sie. Die einzige Figur, die mir überhaupt in den Sinn kam, war Lenny aus „Von Mäusen und Menschen“. 
  • Bilderliebe zu Bamberg auf nuernberg.digital: Dieses simple Interview mit einer siebzigjährigen Instagrammerin fand ich einfach schön.

Twitter

Dieser Tweet des Monterey Bay Aquariums ist so clever. (Falls ihr euch mit Twitter nicht so auskennt: Als Sub-Tweet wird eine Nachricht bezeichnet, in der über eine Person gesprochen wird, ohne sie mit @ zu erwähnen.)

Dieser Beobachtung über das Schreiben kann ich nur zustimmen:


Instagram

Ich kann mir vorstellen, dass es vielen Buchhalterinnen genauso geht: Irgendwann geht die Begeisterung für das Halten von Büchern verloren.


Die große Lücke

Den Bericht von Sonderermittler Robert Muller wollte ich gerne lesen, bin aber nicht dazu gekommen. Vielleicht schaffe ich es während der Feiertage im Mai mal reinzuschnuppern.


Was waren eure Lese-Highlights oder -Enttäuschungen dieses Monat?

Foto von Patrick Tomasso auf Unsplash

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